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Polestar 3

  • Gerald
  • 19. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 14 Stunden

Der Exot unter den Elektro-SUVs


Polestar 3
Vor allem die Frontpartie mit dem Aero Wing fällt ins Auge. Foto © Garms | 2025

Dieses Auto ist auf unseren Straßen kaum zu sehen. Ehrlich gesagt haben wir selbst noch nie einen in freier Wildbahn wahrgenommen. Der Polestar 3 ist ein sehr besonderes SUV mit vielen Stärken, aber auch ein paar Schwächen.


Kommen wir zunächst zur Optik. Polestar war schon immer eine Marke, die hinsichtlich Design eigene Akzente gesetzt hat. So auch beim 3er. Vor allem die Frontpartie mit dem Aero Wing fällt ins Auge. Das muss man mögen, auffallen tut man damit aber garantiert. Dennoch ist es ein stimmiges Gesamtbild.



Im Innenraum setzt man auf „Weniger ist mehr“. Das zentrale im Hochformat angeordnete Display ist die Steuerzentrale. Angenehm ist aber auch das zusätzliche kleine Display hinter dem Lenkrad. Dadurch hat man als Fahrer:in die wichtigsten Infos perfekt im Blick. Die Platzverhältnisse sind sowohl in Reihe eins wie auch auf den hinteren Plätzen sehr großzügig. Die Sitze sind zudem angenehm und vorne hat man einen richtig guten Seitenhalt.


Den braucht man auch, wenn man am Display auf Performance switcht und die 517 PS und 910 Nm maximales Drehmoment von der Leine lässt. Lediglich 4,7 Sekunden vergehen, dann hat der fast 2,6 Tonnen schwere Polestar 3 die 100er Marke erreicht. Seine Stärke liegt aber nicht nur im geradeaus fahren, sondern er kann auch Kurven. Die Straßenlage ist wirklich ausgezeichnet und sehr sportlich. Hinzu kommt ein Fahrkomfort, der über jeden Zweifel erhaben ist. Die Ruhe im Innenraum ist bei jeder Geschwindigkeit gewährleistet. So kann man der Musik – in Szene gesetzt durch die atemberaubende Soundanlage – entspannt lauschen.



Kommen wir nun aber auch zu den Schwächen. Und da ist einerseits die Technik erwähnt. Hin und wieder hat uns der Polestar vor Fragezeichen gestellt, beispielsweise beim Öffnen der Türen. Nicht immer hat die Schlüsselkarte reagiert – dann mussten wir etwas herumfummeln und schließlich hat es geklappt. Klar, man kann hier auch auf die App am Smartphone zurückgreifen. Doch bei einem Auto, das in der Top-Version bei über 93.000 Euro startet, darf man das schon erwarten.


Weitere Verbesserungsoptionen sind beim Laden zu finden. Laut Polestar sind bis zu 250 kW an einer entsprechenden Ladestation möglich. Ja, es war Winterzeit und so gab es keine optimalen Bedingungen. Dennoch waren wir von diesem Wert sehr, sehr weit entfernt. Und auch die Reichweite von bis zu 567 km waren theoretisch. Hier wäre wohl die Long Range Variante mit Single Motor und einer Reichweite von bis zu 706 km sinnvoller.


Kommen wir also zum Fazit: Der Polestar 3 ist nicht für jeden etwas. Er ist ein Exot, der mit einer tollen Straßenlage, souveränem Fahrkomfort, jeder Menge Leistung und einem schönen sowie großzügigen Innenraum mit tollen Sitzen und einer beeindruckenden Soundanlage überzeugt. Die technischen Kinderkrankheiten dürfen ausgemerzt und die Ladeleistung gerne noch optimiert werden.


Alle Fotos © Garms | 2025


Unser Testwagen: Long Range Dual Motor

Preis Testwagen: ab rund 93.000 Euro

Leistung: 517 PS

Drehmoment: 910 Nm

Beschleunigung (0-100 km/h): 4,7 Sek.

Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h

Reichweite, WLTP: 567 km (kombiniert)

Batteriekapazität: 111 kWh

Batterieladedauer DC, 10-80%: 30 Min.




WER WIR SIND

Seit über 20 Jahren testen wir Autos unterschiedlichster Marken. Bis heute durften wir weit über 500 Autos auf Herz und Nieren prüfen – vom SUV über den kompakten Stadtflitzer bis hin zum Sportwagen oder Elektroauto.

 

In unseren Testberichten möchten wir Ihnen einen objektiven Blick auf die Stärken und Schwächen der jeweiligen Autos geben, damit Sie wissen, welches das Richtige für Sie ist.

Viel Spaß wünscht Ihnen unser

Testteam

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